Kaufbeurer Bürgerbegehren „Forettle“ im medialen Fokus

Seit Wochen liefern sich Befürworter und Gegner des Bebauungsplans für das Kaufbeurer Forettle einen erbitterten Schlagabtausch. Beide Seiten werben für ihre Pläne, entweder ein Fachmarktzentrum auf dem Gelände zu errichten, oder eine Wohnanlage.

An dieser Stelle soll das Streitthema medial betrachtet werden. Wer berichtet was? Gibt es tendenziöse Berichterstattung? Und welche politische Organisation wirbt eigentlich mit den meisten Anzeigen für ihre Pläne? Welche Zusammenhänge werden von den Medien komplett vernachlässigt?

Dieser Blog soll aber auch Aufschluss über meine eigenen Recherchen zu diesem Thema geben. Für mehr Transparenz gebe ich einige für die Recherche wichtige Hinweise. Ich möchte ausdrücklich jede Bürgerin und jeden Bürger aufrufen, sich an den Recherchen zu beteiligen. Ihnen fällt etwas in diesem Zusammenhang auf, oder sie möchten Dokumente zur Verfügung stellen, die die Zusammenhänge im Fall „Forettle“ transparenter machen? Dann senden Sie mir gerne eine Mail. Auch anonyme Anfragen werden beantwortet.

Ist die Aufarbeitung dieser Thematik nicht Aufgabe der lokalen Medien?

Sicher, in Kaufbeuren gibt es Zeitungen, Radio und Fernsehen. Berichten diese nicht bereits umfangreich über das anstehende Bürgerbegehren? Alle diese Medien sind kommerziell und unterliegen somit dem Anzeigenmarkt – und politischem Druck. Dieser Blog hat weder Einnahmen, noch Ausgaben. Er verfolgt nur ein Ziel: die redaktionelle Aufarbeitung des Streitthemas „Forettle“. Damit ist dieser Blog sogar unabhängiger als die taz. Wir können allen Beteiligten, ob Meiden, Politik, Wirtschaft oder Bürger, kritisch auf den Zahn fühlen. Und dabei nichts zu verlieren.

Ich möchte nicht sagen, dieser Blog macht die Arbeit, die eigentlich die lokalen Medien machen sollten. Konkurrenz bringt den Journalismus nicht weiter. Wir müssen gemeinsam ringen, um Transparenz und Aufklärung zu erreichen.

Macht man sich damit nicht auch Feinde?

Natürlich macht man sich Feinde mit solchen Aktionen. Aber mal ehrlich: nur, wenn es etwas wichtiges, gesellschaftsrelevantes aufzudecken gibt, formieren sich Kräfte, die einen am Erfolg hindern wollen. Wer versucht, meine Arbeit zu behindern, wird von mir als Verdächtiger betrachtet. Und für mich ist dies ein Zeichen, dass es noch etwas im Verborgenen gibt, dass darauf wartet, zu Tage gefördert zu werden. Woodward und Bernstein haben sich schließlich auch nicht abschrecken lassen 😉

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